RegenerativeEnergien

Für ein 100 prozentige Stromversorgung Deutschlands (und darüber hinaus)
mit regenerativen Energien gibt es verschiedene, erfolgversprechende Konzepte.

Ich möchte hier einige davon vorstellen:

Das Konzept von Volker Quaschning

Volker Quaschning ist Professor an der TU Berlin und hat schon im Jahr 2000
ein Konzept entwickelt, welches ausschließlich auf in Deutschland erzeugtem
Strom aus Wind, Wasser, Sonne und Bioenergie beruht:

http://www.volker-quaschning.de/downloads/Klima2000.pdf

Seine besondere Leistung liegt darin, den Nachweis zu erbringen, daß die zeitlichen
Schwankungen von Wind und Sonne durch ein intelligentes Konzept ausgeglichen
werden können, ohne das dazu große zusätzliche Energiespeicher notwendig wären.

Vorraussetzung für die Machbarkeit seines Konzeptes ist allerdings, daß es gelingt,
den Anstieg des Energieverbrauchs auf Null zu reduzieren.

Sein Konzept basierte darauf, Deutschland zu 100% mit lokal erzeugter elektrischen
Energie zu versorgen. Dann wäre eine komplette Umstellung bis zum Jahr 2050 möglich.

Wenn man den Import elektrischer Energie für zulässig hält, läßt sich dies Ziel sehr
viel schneller und billiger erreichen:

Das Konzept von Gregor Czisch

Gregor Czisch arbeit als Physiker an der Universität Kassel.

Eine Zusammenfassung seines Konzeptes findet man unter:

http://www.fv-sonnenenergie.de/fileadmin/publikationen/Themenhefte/th2001/th2001_02_06.pdf

Sein vollständiges Konzept in seiner Dissertation von 2006:

https://kobra.bibliothek.uni-kassel.de/bitstream/urn:nbn:de:hebis:34-200604119596/1/DissVersion0502.pdf

Seine besondere Leistung besteht darin, ein mathematisches Modell erarbeitet zu haben, um
die Kosten der Stromerzeugung verschiedener Modelle für die Erzeugung regenerativer Energien
vergleichen zu können.

Aus seinen Berechnung ergeben sich Stromgestehungskosten von nur 4.65 Euro-Cent pro kWh in seinem
Grundscenarium, welches davon ausgeht, das Europa und die angrenzenden Regionen (Russland, Türkei,
die arabischen Staaten und Nordafrika) mit einem leistungsstarken Fernübertragungs-Stromnetz
verknüpft sind und der Strom dort erzeugt wird, wo es am günstigsten ist.

Hierbei geht er NICHT davon aus, das verbesserte Technologien verwendet werden, sondern lediglich
Techniken, die schon 2006 verfügbar waren. Das führt zu einem Energiemix, in dem Windenergie,
insbesondere aus Marokko und Kasachstan dominiert, kombiniert mit Energie aus solarthermischen
Kraftwerken und Bioenergie. Hierbei kommen noch keine Solarzellen zum Einsatz.

Interessant an seinem Konzept ist, daß sich selbst dann noch sehr günstige Stromgestehungskosten
ergeben, wenn man etwa Gas- und Dampf Kraftwerke als Backup vorsieht, um auch bei Störungen des
Fernübertragungsnetzes noch über eine sichere Versorgung zu verfügen.

In seinem Konzept würde sich der Einsatz von Solarzellen erst dann rechnen, wenn ihr Preis gegenüber
dem Jahr 2006 um den Faktor acht abgefallen ist.

Zusammenfassung der Thesen von Czisch


Externe Links:


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