SolarStrom
Wenn man das Ziel verfolgt, möglichst schnell die Energieversorgung
in Deutschland (und darüber hinaus) zu 100% aus regenerativen Quellen
zu decken, dann müssen alle verfügbaren Quellen genutzt werden.
Dazu gehört auch dezentrale Stromgewinnung mit Solarzellen.
Auf der Grundlage der neuen Fassung des Energieeinspeisungs-Gesetzes
wäre folgendes Scenario möglich (und m.E. auch wünscheswert):
- Steigerung der Solarstromerzeugung für die Jahre 2008 - 2010 um je 50%
Danach eine Steigerung um jährlich 35% mit einer Begrenzung des Zubaues
auf 10 TWh pro Jahr (dies entspricht etwa 10,27 GW Spitzenleistung)Eine Senkung der Einspeisevergütung um 9 % pro Jahr, aber um 10% pro Jahr
in den Jahren 2010 und 2011 (dies ergibt sich aus der aktuellen Gesetzeslage)Keine Zunahme des Verbrauchs an elektrischer Energie, sondern ein
Verbrauch von konstant 629 Terrawattstunden pro Jahr.
Auf diese Art ließe sich bis zum Jahr 2020 16 % des Strombedarfs mit Solarstrom
decken, und bis zum Jahr 2025 24 %.
Unter der Annahme, daß die Kosten für Strom aus Kohle etc. jährlich um 7 %
steigen, würden daraus Mehrkosten für die Solarstromgewinnung von insgesamt
134 Milliarden Euro resultieren (im Zeitraum 2008 bis 2041).
Diese Summe klingt sehr hoch, liegt aber in derselben Größenordnung wie die
bisher gezahlten Kohlesubventionen und würde im Durchschnitt der Jahre
2008 bis 2025 zu einer Erhöhung der Stromerzeugungskosten von lediglich
1,0 Cent pro kWh führen.
Ab dem Jahr 2018 ist für die Entkunden sogar mit einer Reduzierung der Strom-
kosten durch die Eigenerzeugung von Solarstrom zu rechnen, da ab diesem Zeit-
punkt Solarstrom weniger als halbsoviel wie Netzstrom kosten wird.
Unter diesen Bedingungen wird sich die Investition in z.B. Vanadium-Redox-Batterien
zur Speicherung des Solarstroms und zur autarken Stromversorgung in den Sommer-
monaten rechnen, sodaß eine Einspeisevergütung für neue Solarstromanlagen nicht
mehr notwendig sein wird.
Beispiel Osnabrück
In Osnabrück wurden alle Dächer von der Luft aus mit einem Laser kartiert und
für ihre Eignung zur Solarstromerzeugung bewertet. Die Karte wurde im Internet
veröffentlicht.
So kann jeder nachschauen, wo sich eine Solaranlage besonders lohnt.
Näheres siehe:
http://www.energynet.de/2007/11/08/uber-den-dachern-von-osnabruck/
Externe Links:
http://www.solarlokal.de Städtebündnis für Solarstrom
Die Stadt Kiel ist Mitglied, deswegen stellt sie u.a. städtische Dächer für
Bürgersolaranlagen zur Verfügung
siehe auch:
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