SolarStrom/Hintergrund
Hintergrundinformationen
Warum ein Wachstum des Zubaus um 50% pro Jahr für die Jahre 2008 bis 2010
In den Jahren 2005, 2006 und 2007 lagen die Zuwachsraten noch wesentlich
höher.
Für das Jahr 2008 wird eine Wachstum des Weltmarktes von 100% erwartet.
(Quelle: Zeitschrift Photon)
Da allerdings die Solarstromvergütung in Spanien nach wie vor günstiger ist,
bezogen auf die Sonneneinstrahlung, als in Deutschland, gehe ich davon aus,
dass in den nächsten Jahren das Wachstum in Deutschland unter dem Weltmarktwachstum
liegen wird.
Trotzdem rechne ich damit, dass das Wachstum in den nächsten Jahren überdurchschnittlich
hoch sein wird, insbesondere aus dem Grund, daß mit einem Ende der Verknappung des
Solarsiliziums zu rechnen ist.
Warum eine Begrenzung des Zubaus auf 10 TWh pro Jahr?
Dies hat zwei Gründe:
Zum einen halte ich eine Begrenzung auf einen Wert, der nicht viel höher liegt, als der
jährliche Ersatzbedarf bei Vollausbau für sinnvoll, um eine Überhitzung des Marktes
und eine unsinnig Aufblähung der Ausbaukapazitäten zu vermeiden.
Wenn man von 30% Solarstromanteil, also etwa 200 TWh pro Jahr Solarstromerzeugung als
praktikablem Maximum ausgeht, dann kommt man bei einer durchschnittlichen Lebensdauer
von 20 Jahren auf eben diesen Wert.
Natürlich ist eine etwas höhere Lebensdauer wahrscheinlich, aber ein leichter Rückgang
nach der Ausbauphase wäre nicht problematisch, außerdem besteht immer noch die Möglichkeit,
dass der Gesamtstrombedarf noch anwächst.
Zum anderen muß der Ausbau des Netzes und ggf. der Speicherkapazitäten mit dem Ausbau der
Solarenergie mithalten, dort liegt das zweite Limit.
Warum die Annahme, der Gesamtstromverbrauch bleibe konstant?
Durch effizientere Nutzung des elektrischen Stromes ließen sich in den kommenden zwanzig
Jahen sicher 30% der Energie einsparen, z.B. durch effizientere Elektromotoren,
Motorsteuerungen und Lampen.
Andererseits gehe ich davon aus, dass in den folgenden Bereichen der Stromverbrauch
wächst:
ich rechne in 20 Jahren mit einem erheblichen Anteil an Elektro- und Hybridautos,
die zusätzlichen Strom benötigen.Außerdem kann - zumindest für Altbauten - der Einsatz von Wärmepumpen sinnvoll sein,
was ebenfalls zu einem erhöhten Stromverbrauch (bei sinkendem Gesamtenergieverbrauch)
führt.
Ich gehe davon aus, das sich beide Effekte in etwa aufheben, und somit (bei stark sinkendem
Gesamtenergeiverbrauch, insbesondere für Heizzwecke) der Stromverbrauch in etwa konstant
bleibt.
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